Religion des Friedens?
Gläubige Muslime sollen an der Teilnahme des Freitagsgebet gehindert werden, um weitere Gewalt zu verhindern. (Quelle: u.a. hier)
Wie ist das zu verstehen? Wirken Predigten der friedlichen Religion “Islam” etwa gewaltfördernd?
von: Boche

Wie ist das zu verstehen?
Im Anschluss an das Freitagsgebet bieten sich aus praktischen Gründen auch andere, weniger sakrale Formen der Geselligkeit an.
Dass dies einerseits vor allem in Bezug auf den Irak auch Kundgebung und/oder Randale bedeuten kann, liegt nahe.
Andererseits sind Menschenansammlungen gute soft targets; insofern erscheint eine gewisse vorübergehende Einschränkung der Religionsfreiheit als angebracht. Zumal auf dem Hintergrund der gegebenen lokalen Situation eher die hartgesotteneren unter den Betern den Weg in Moschee suchen dürften.
Wirken Predigten der friedlichen Religion “Islam” etwa gewaltfördernd?
Das kommt auf Sample und Performance des jeweiligen Suren- und Hadith-DJs an.
Und wie gesagt: Selbst wenn der eine smoothe Platte auflegt, garantiert das im Irak nicht die körperliche Unversehrtheit der Besucher.
Kommentar von Patentizität — 24.02.2006 @ 15:06 (UTC)
Du hast Recht. Natürlich war diese Anmerkung auch eher ironisch gemeint. Mit Anflügen von Sarkasmus, wenn man an die wohl doch nicht ganz ausgeschlossene Praxis der Gewalt anstachelnden Predigten denkt.
Kommentar von Boche — 24.02.2006 @ 15:15 (UTC)
Das ist eine perfide Frage. Und leider muss die Antwort darauf wohl “ja” lauten. Das allerdings hat m.E. weniger damit zu tun, dass der Islam eine gewalttägige Relgion ist, wie du suggerierst. Was meinst du? Wie anfällig sind wir Deutsche für Fremdenfeindlichkeit, wenn nur die “richtigen Prediger” auftreten? Ich würde das nicht ausprobieren wollen.
Kommentar von apollon — 24.02.2006 @ 16:56 (UTC)
Apollon,
wie wir alle dank unausgesetzter Belehrung von Christian (!) Ströbele, Bischöfin Jepsen und verwandten tiefen Denkern inzwischen wissen, ist der eigentliche Islam die Inkarnation (upps, eine christliche Vokabel) des Friedens schlechthin.
Nur der real existierende Islam, der aber natürlich völlig belanglos ist, bringt habituell Leute um.
Mit Mohammed hat das Ganze natürlich auch nichts zu tun. Der war bekanntermaßen am glücklichsten, wenn er zuhause seine Briefmarkensammlung neu sortieren konnte.
Kommentar von Captain Haddock — 24.02.2006 @ 17:35 (UTC)
Predigten werden Menschen gehalten - und Religionen von Menschen gelebt.
Gewalt gegen Schiiten und Sunniten hat natürlich Einfluß auf alle Seiten, und da offensichtlich Staat und Besatzungsmacht nicht Herr der Lage sind liegt es nahe das dazu aufgerufen wird sich selbst zu schützen - und womöglich Vergeltung zu üben.
Wichtig ist den Extremisten nicht dabei zu helfen, den Islam als Religion für sich vereinnahmen, indem man die Religion zum Feindbild macht.
Kommentar von nite owl — 25.02.2006 @ 4:49 (UTC)