Vorhang auf für das russische Theater!
Nun gut, sollte an der Spionage-Geschichte in Russland etwas dran sein, ist das natürlich peinlich für die James-Bond-Nation.
Dass die Finanzierung der russischen Helsinki-Gruppe über diesen Spionagering gelaufen sein soll, halte ich aber für recht unglaubwürdig.
Die russische “Demokratur” unter Anleitung ihres großen Vorsitzenden Putin nutzt diese Sache aber zur perfekten, wenn auch leicht plumpen Inszenierung eines Polit-Stückes:
Vorspiel:
Putin nimmt Nichtregierungsorganisationen unter verschärfte Aufsicht.
und:
Angeblich sollen britische Spione die Menschenrechtsorganisation “Helsinki-Gruppe” finanziert haben.
1. Akt:
Russisches Parlament “zeigt sich besorgt über die Finanzierung der NGO durch ausländische Geheimdienste”
2. Akt
Russisches Parlament zeigt den NGO die Instrumente.
3. Akt
Der große Vorsitzende macht auf internationale Besonnenheit.
4. Akt
Zar Putin macht auf lupenreinen Demokraten.
Glauben die russischen Staatsmafiosi im Ernst, dass ihnen dieses Theater jemand glaubt? Erst Demokratie einschränken, dann die bösen feindlichen Geheimdienste aus dem Hut zaubern, dann mit Schlimmeren drohen und dann zur ursprünglichen Position zurückkehren und diese als Unterstützung der demokratischen Idee verkaufen…
Mal im Ernst: Mit solch billigem Theaterdonner lassen sich vielleicht niedersächsische Zaunrüttler kaufen. Und selbst bei dem musste es ja ein millionenschwerer “Arbeits”platz sein, um ihn zum Absingen von Lobliedern auf den Zaren zu überzeugen.
