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	<title>Comments on: Despektierliches zum &#8220;bedingungslosen Grundeinkommen&#8221;</title>
	<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/</link>
	<description></description>
	<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 13:31:44 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>by: Ordnungspolitischer Blog</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1908</link>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2006 09:14:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1908</guid>
					<description>&lt;strong&gt;Lebensgeld statt Sozialstaat&lt;/strong&gt;

Bismarcks staatliche Rente stand dem zu, der 70 Jahre alt wurde. In ihrer Höhe war sie ein Taschengeld. Es sollte die Kinder des Rentners davon abhalten, ihn vor die Tür zu setzen. Zu Problemen führte beides kaum. Denn nur wenige wurden überhaupt s...</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Lebensgeld statt Sozialstaat</strong></p>
	<p>Bismarcks staatliche Rente stand dem zu, der 70 Jahre alt wurde. In ihrer Höhe war sie ein Taschengeld. Es sollte die Kinder des Rentners davon abhalten, ihn vor die Tür zu setzen. Zu Problemen führte beides kaum. Denn nur wenige wurden überhaupt s&#8230;
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Rayson</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1621</link>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 20:39:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1621</guid>
					<description>&lt;i&gt;Wenn der Befund stimmt (und nach den mir bekannten empririschen Forschungen stimmt es), dann spricht dies dafür, höhere Einkommen prozentual höher zu besteuern.&lt;/i&gt;

Die zwingende Logik dieser Feststellung ist mir entgangen. Wahrscheinlich liegt es an der impliziten Voraussetzung, man müsse immer bis zur Schmerzgrenze besteuern.

Sozialabgaben-Freibetrag? Wie bei allen Kombilohn-Modellen liegt da der Teufel im Detail. </description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p><i>Wenn der Befund stimmt (und nach den mir bekannten empririschen Forschungen stimmt es), dann spricht dies dafür, höhere Einkommen prozentual höher zu besteuern.</i></p>
	<p>Die zwingende Logik dieser Feststellung ist mir entgangen. Wahrscheinlich liegt es an der impliziten Voraussetzung, man müsse immer bis zur Schmerzgrenze besteuern.</p>
	<p>Sozialabgaben-Freibetrag? Wie bei allen Kombilohn-Modellen liegt da der Teufel im Detail.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Dr. Dean</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1619</link>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 19:37:52 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1619</guid>
					<description>@Rayson
Was nun Besteuerung und Anreize angeht: Empirisch gesehen ist die Anzreizverminderungswirkung von einem bestimmten Steuerbetrag bei sehr hohen Einkommen deutlich geringer als bei einem geringen Einkommen.

Das gilt natürlich nur bis zur einer Schwelle, die als &quot;fair&quot; verstanden wird. Zu den Zeiten von Mark Twain waren das übrigens 2 Prozent...

Trotzdem: Wenn der Befund stimmt (und nach den mir bekannten empririschen Forschungen stimmt es), dann spricht dies dafür, höhere Einkommen prozentual höher zu besteuern.

*hüstel*

Nee, ich will dich mit diesem Standpunkt nicht ärgern, aber das gibt in meinen Augen zugleich auch einen Hinweis auf das Bürgergeld. Was ich mir durchaus vorstellen könnte (ohne es für optimal zu halten):

Jeder Bürger bekommt ein Teil-Bürgergeld (z.B. 300 Euro). Wer mehr braucht, wer bedürftig ist, der muss im Gegenzug halbtags etwas Sinnvolles arbeiten, z.B. im sozialen Bereich, als Helfer bei der Erledigung staatlicher Aufgaben usw.

Für deutlich praktikabler und im Bereich des Arbeitsmarktes für wirkungsvoller halte ich allerdings einen Sozialabgaben-Freibetrag, mit dem man im entscheidenen Segment neue Anreize schafft - und zugleich Firmen entlastet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Rayson<br />
Was nun Besteuerung und Anreize angeht: Empirisch gesehen ist die Anzreizverminderungswirkung von einem bestimmten Steuerbetrag bei sehr hohen Einkommen deutlich geringer als bei einem geringen Einkommen.</p>
	<p>Das gilt natürlich nur bis zur einer Schwelle, die als &#8220;fair&#8221; verstanden wird. Zu den Zeiten von Mark Twain waren das übrigens 2 Prozent&#8230;</p>
	<p>Trotzdem: Wenn der Befund stimmt (und nach den mir bekannten empririschen Forschungen stimmt es), dann spricht dies dafür, höhere Einkommen prozentual höher zu besteuern.</p>
	<p>*hüstel*</p>
	<p>Nee, ich will dich mit diesem Standpunkt nicht ärgern, aber das gibt in meinen Augen zugleich auch einen Hinweis auf das Bürgergeld. Was ich mir durchaus vorstellen könnte (ohne es für optimal zu halten):</p>
	<p>Jeder Bürger bekommt ein Teil-Bürgergeld (z.B. 300 Euro). Wer mehr braucht, wer bedürftig ist, der muss im Gegenzug halbtags etwas Sinnvolles arbeiten, z.B. im sozialen Bereich, als Helfer bei der Erledigung staatlicher Aufgaben usw.</p>
	<p>Für deutlich praktikabler und im Bereich des Arbeitsmarktes für wirkungsvoller halte ich allerdings einen Sozialabgaben-Freibetrag, mit dem man im entscheidenen Segment neue Anreize schafft - und zugleich Firmen entlastet.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Rayson</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1603</link>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2006 19:44:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1603</guid>
					<description>@dointime

Was die Intention der Grundeinkommens-Fans ist, ist das Eine. Was ich aus der Angelegenheit herauskommen sehe und welche Analogien ich ziehe, das Andere.

Die von die gewünschte Erläuterung kommt im Absatz danach.

Wenn du der Meinung bist, dass sich Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage nicht einschätzen lassen, bin ich ganz und gar auf deiner Seite. Und wir beide auf einer anderen als z.B. der liebe Herr Werner, der sowas nämlich indirekt postuliert.

Klar sorgt Einkommensbesteuerung nicht dafür, dass die Anreize zur Arbeit vollständig verschwinden. Aber es spricht m.E. einiges dafür, dass eine höhere Einkommensbesteuerung die Anreize eher vermindert. Nicht bei jedem Einzelnen (Künstler sind sowieso außen vor ;-) ), und auch nicht immer, aber bei vielen manchmal, und das reicht.

Klaus wollte übrigens sicher nicht die Bürokratie den Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes zur Last legen. Er stellte vielmehr m.E. zu Recht auf die Primärkosten der Bürokratie ab, d.h. er bezweifelt, dass selbst bei einer Verringerung der Zahl der Aufgaben die entsprechenden Personalausgaben des Staates proportional sinken werden. Solche &quot;sprungfixen&quot; Kosten sind eine Wissenschaft für sich, die auch heutige Unternehmen nur selten im Griff haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@dointime</p>
	<p>Was die Intention der Grundeinkommens-Fans ist, ist das Eine. Was ich aus der Angelegenheit herauskommen sehe und welche Analogien ich ziehe, das Andere.</p>
	<p>Die von die gewünschte Erläuterung kommt im Absatz danach.</p>
	<p>Wenn du der Meinung bist, dass sich Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage nicht einschätzen lassen, bin ich ganz und gar auf deiner Seite. Und wir beide auf einer anderen als z.B. der liebe Herr Werner, der sowas nämlich indirekt postuliert.</p>
	<p>Klar sorgt Einkommensbesteuerung nicht dafür, dass die Anreize zur Arbeit vollständig verschwinden. Aber es spricht m.E. einiges dafür, dass eine höhere Einkommensbesteuerung die Anreize eher vermindert. Nicht bei jedem Einzelnen (Künstler sind sowieso außen vor <img src='http://streiflicht.blogsome.com/wp-images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ), und auch nicht immer, aber bei vielen manchmal, und das reicht.</p>
	<p>Klaus wollte übrigens sicher nicht die Bürokratie den Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes zur Last legen. Er stellte vielmehr m.E. zu Recht auf die Primärkosten der Bürokratie ab, d.h. er bezweifelt, dass selbst bei einer Verringerung der Zahl der Aufgaben die entsprechenden Personalausgaben des Staates proportional sinken werden. Solche &#8220;sprungfixen&#8221; Kosten sind eine Wissenschaft für sich, die auch heutige Unternehmen nur selten im Griff haben.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Rayson</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1602</link>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2006 19:35:56 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1602</guid>
					<description>@Dean (#35)

Natürlich kann und sollte man darüber sprechen. Allerdings scheint es mir, dass wir hier über Fälle reden, die unter das Stichwort &quot;Betreuung&quot; fallen. Wenn sich jemand so &quot;unnormal&quot; verhält, dass er das, was vernünftig denkende Menschen an seiner Stelle tun würden, nicht tut, dann muss man, wenn man an diesem Umstand etwas ändern will, zu Mitteln greifen, die eine Änderung der Einstellung des Betroffenen zum Ziel haben. Mit &quot;Marktwirtschaft&quot; hat das dann nur noch wenig zu tun, da geht es &quot;nur&quot; noch um Fragen, die Mediziner, Psychologen, Sozialarbeiter oder Seelsorger beantworten müssen.

Es ist ja zumindest bei den Autoren dieses Blogs Konsens, dass es jenseits des Wirtschaftlichen einen Raum für die Unterstützung Schwacher geben muss. Dann ist nur noch die Frage, wie man das organisiert. Da wäre vielleicht schon viel geholfen, solche Themen aus ihrer Tabuisierung herauszunehmen und offen zu diskutieren. An erster Stelle stünde da die Frage: Was ist das Ziel der Hilfe?</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Dean (#35)</p>
	<p>Natürlich kann und sollte man darüber sprechen. Allerdings scheint es mir, dass wir hier über Fälle reden, die unter das Stichwort &#8220;Betreuung&#8221; fallen. Wenn sich jemand so &#8220;unnormal&#8221; verhält, dass er das, was vernünftig denkende Menschen an seiner Stelle tun würden, nicht tut, dann muss man, wenn man an diesem Umstand etwas ändern will, zu Mitteln greifen, die eine Änderung der Einstellung des Betroffenen zum Ziel haben. Mit &#8220;Marktwirtschaft&#8221; hat das dann nur noch wenig zu tun, da geht es &#8220;nur&#8221; noch um Fragen, die Mediziner, Psychologen, Sozialarbeiter oder Seelsorger beantworten müssen.</p>
	<p>Es ist ja zumindest bei den Autoren dieses Blogs Konsens, dass es jenseits des Wirtschaftlichen einen Raum für die Unterstützung Schwacher geben muss. Dann ist nur noch die Frage, wie man das organisiert. Da wäre vielleicht schon viel geholfen, solche Themen aus ihrer Tabuisierung herauszunehmen und offen zu diskutieren. An erster Stelle stünde da die Frage: Was ist das Ziel der Hilfe?
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: dointime</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1599</link>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2006 19:04:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1599</guid>
					<description>Noch etwas zum anfänglichen Text:
&quot;...panem et circenses...&quot;

Ich habe schon in meinem Beitrag über das bedingungslose Grundeinkommen geschrieben, dass die Gefahr von einem von &quot;Tittytainment&quot; geprägten Leben besteht, ja, aber die Intention von Befürwortern eines Grundeinkommens ist das nicht. Im Gegenteil, es geht ja auch darum, dass diejenigen, die jetzt einen Job haben, durch die Grundsicherung in die Lage versetzt werden, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und sich gesellschaftlich nützlichen Tätigkeiten widmen zu können, sich zu engagieren. In der Kommunalpolitik, durch Besuchen des alten Nachbarn nebenan, im Dritte-Welt-Laden. Das wäre natürlich auch möglich, indem man bisher ehrenamtliche Tätigkeiten finanziell unterstützt, aber wer will das verwalten? Ohne eine entsprechende Kultur des Engagements geht das natürlich nicht, aber ich bezweifle, dass diese bei der jetzigen ungerechten Aufteilung der Arbeit entsteht (und auch nicht bei einem größeren Arbeitskuchen, von dem jeder ein 10-mehr-oder-weniger-für-unnütze-Produkte-verschwendete-Stundentagsstück bekommt).

&quot;“Dann kann ich endlich aufhören zu arbeiten!” Nicht nur, dass damit auch kräftig an dem Ast gesägt wird, auf den sich das Grundeinkommen setzen will, es entsteht dadurch eine neue Form von Unfreiheit.&quot;
Das erläuter mir mal bitte...

Im Übrigen halte ich die Auswirkungen auf die Nachfragekurve für nicht so leicht vorauszusagen, zumindest dann, wenn man nicht die Mehrwertsteuer als alleinige Finanzierungsquelle heranzieht. Wenn man zum Beispiel einen Aufschlag auf die Einkommenssteuer zur Finanzierung heranziehen würde, würde sich das nicht viel anders auswirken als eine steilere Kurve in der Steuerprogression, oder? (Gut, es würden sich Dinge ändern, da die Löhne sich wohl verschieben würden, aber die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre würden nicht in den Boden gestampft). Und nur weil Einkommen besteuert wird, heißt das doch nicht, dass kein Anreiz zur Arbeitsaufnahme mehr besteht. Astrid Lindgren hat doch sogar Kinderbücher geschrieben, als sie 102% Einkommenssteuer bezahlen musste ;-).

und nochwas
@KlausBrüssel
&quot;Zum Sparen: wer, der mit beiden Füssen auf dem Boden steht, glaubt den ans Sparen bei der Bürokratie ? Die zig-Millionen Beamte und Angestellte verschwinden doch nicht so einfach. Wer Bürokratie abbauen will muss einen gaanz langen Atem haben.&quot;
Na ja, die Anzahl der Beamten und im öffentlichen Dienst beschäftigten ist aber in den letzten 10 bis 15 Jahren kräftig zurückgegangen. Bürokratie misst sich auch nicht an der Zahl der Beamten, die machen die Bestimmungen nämlich nicht. &quot;Unbürokratischere&quot; Länder wie Großbritannien haben sogar einen höheren Beamtenanteil als Deutschland (22% im Vergleich zu 12,5%). Unnötig zu erwähnen, dass die erfolgreichen Skandinavier noch mehr haben...

&quot;Und die “Festung Europa” müsste dann auch noch einmal kräfig ausgebaut werden.&quot;
Ein Argument, dass in der Tat ein Hauptproblem der Grundeinkommensidee darstellt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Noch etwas zum anfänglichen Text:<br />
&#8220;&#8230;panem et circenses&#8230;&#8221;</p>
	<p>Ich habe schon in meinem Beitrag über das bedingungslose Grundeinkommen geschrieben, dass die Gefahr von einem von &#8220;Tittytainment&#8221; geprägten Leben besteht, ja, aber die Intention von Befürwortern eines Grundeinkommens ist das nicht. Im Gegenteil, es geht ja auch darum, dass diejenigen, die jetzt einen Job haben, durch die Grundsicherung in die Lage versetzt werden, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und sich gesellschaftlich nützlichen Tätigkeiten widmen zu können, sich zu engagieren. In der Kommunalpolitik, durch Besuchen des alten Nachbarn nebenan, im Dritte-Welt-Laden. Das wäre natürlich auch möglich, indem man bisher ehrenamtliche Tätigkeiten finanziell unterstützt, aber wer will das verwalten? Ohne eine entsprechende Kultur des Engagements geht das natürlich nicht, aber ich bezweifle, dass diese bei der jetzigen ungerechten Aufteilung der Arbeit entsteht (und auch nicht bei einem größeren Arbeitskuchen, von dem jeder ein 10-mehr-oder-weniger-für-unnütze-Produkte-verschwendete-Stundentagsstück bekommt).</p>
	<p>&#8220;“Dann kann ich endlich aufhören zu arbeiten!” Nicht nur, dass damit auch kräftig an dem Ast gesägt wird, auf den sich das Grundeinkommen setzen will, es entsteht dadurch eine neue Form von Unfreiheit.&#8221;<br />
Das erläuter mir mal bitte&#8230;</p>
	<p>Im Übrigen halte ich die Auswirkungen auf die Nachfragekurve für nicht so leicht vorauszusagen, zumindest dann, wenn man nicht die Mehrwertsteuer als alleinige Finanzierungsquelle heranzieht. Wenn man zum Beispiel einen Aufschlag auf die Einkommenssteuer zur Finanzierung heranziehen würde, würde sich das nicht viel anders auswirken als eine steilere Kurve in der Steuerprogression, oder? (Gut, es würden sich Dinge ändern, da die Löhne sich wohl verschieben würden, aber die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre würden nicht in den Boden gestampft). Und nur weil Einkommen besteuert wird, heißt das doch nicht, dass kein Anreiz zur Arbeitsaufnahme mehr besteht. Astrid Lindgren hat doch sogar Kinderbücher geschrieben, als sie 102% Einkommenssteuer bezahlen musste <img src='http://streiflicht.blogsome.com/wp-images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
	<p>und nochwas<br />
@KlausBrüssel<br />
&#8220;Zum Sparen: wer, der mit beiden Füssen auf dem Boden steht, glaubt den ans Sparen bei der Bürokratie ? Die zig-Millionen Beamte und Angestellte verschwinden doch nicht so einfach. Wer Bürokratie abbauen will muss einen gaanz langen Atem haben.&#8221;<br />
Na ja, die Anzahl der Beamten und im öffentlichen Dienst beschäftigten ist aber in den letzten 10 bis 15 Jahren kräftig zurückgegangen. Bürokratie misst sich auch nicht an der Zahl der Beamten, die machen die Bestimmungen nämlich nicht. &#8220;Unbürokratischere&#8221; Länder wie Großbritannien haben sogar einen höheren Beamtenanteil als Deutschland (22% im Vergleich zu 12,5%). Unnötig zu erwähnen, dass die erfolgreichen Skandinavier noch mehr haben&#8230;</p>
	<p>&#8220;Und die “Festung Europa” müsste dann auch noch einmal kräfig ausgebaut werden.&#8221;<br />
Ein Argument, dass in der Tat ein Hauptproblem der Grundeinkommensidee darstellt.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Dr. Dean</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1597</link>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2006 18:11:22 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1597</guid>
					<description>@Rayson
Gesellschaftliches Handeln ist nicht überall unnötig -&amp;gt; und dann ist die Frage zu stellen, wie die Ziele, sofern sie sinnvoll sind, z.B. die Eindämmung von Obdachlosigkeit, auf die beste und effiezienteste (auch: kostensparendste) Weise erreicht werden können.

Warum nicht darüber sprechen? </description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Rayson<br />
Gesellschaftliches Handeln ist nicht überall unnötig -&gt; und dann ist die Frage zu stellen, wie die Ziele, sofern sie sinnvoll sind, z.B. die Eindämmung von Obdachlosigkeit, auf die beste und effiezienteste (auch: kostensparendste) Weise erreicht werden können.</p>
	<p>Warum nicht darüber sprechen?
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Rayson</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1567</link>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2006 22:20:44 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1567</guid>
					<description>@Dean

Du scheinst da was zu verwechseln: Marktwirtschaft ist nicht dazu da, um Menschen zu einem von anderen Menschen gewünschten Verhalten zu veranlassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Dean</p>
	<p>Du scheinst da was zu verwechseln: Marktwirtschaft ist nicht dazu da, um Menschen zu einem von anderen Menschen gewünschten Verhalten zu veranlassen.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Dr. Dean</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1559</link>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2006 17:10:00 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1559</guid>
					<description>Ich halte ein &quot;bedingungsloses Grundeinkommen&quot; für &lt;b&gt;anreizvernichtend&lt;/b&gt; und für eine &lt;em&gt;Vergießung&lt;/em&gt; gesellschaftlicher Ressourcen nach dem Gießkannenprinzip - und zudem wird damit &lt;em&gt;Schwarzarbeit gefördert&lt;/em&gt; - zu Lasten der Leistungsträger in der Gesellschaft. 

&lt;b&gt;Ökonomische Rechte ohne Gegenleistung:&lt;/b&gt; 

Das ist grundsätzlich heikel, und in meinen Augen - in dieser Breite auf alle Fälle - &lt;b&gt;markt- und wettbewerbsfeindlich&lt;/b&gt;.

Also: Klar nein!

Ich wäre mehr dafür, auch aus Gründen der Anreizsituation und zur Verbesserung der gesellschaftlichen und ökonomischen Effizienz, dass fast &lt;em&gt;ausnahmmslos&lt;/em&gt; alle Sozialhilfe- und ALGII-Empfänger im Umfang von 20 Stunden/Woche für soziale Dienste bzw. für Arbeiten zur Verbesserung der Infrastruktur heran gezogen würden.

Anreize, Produktivität und Effektivität: Darum geht es. Ein Grundeinkommen geht in die falsche Richtung.

Meine Begeisterung für marktwirtschaftliches Denken bedeutet übrigens nicht, dass alle gesellschaftlichen, sozialen und/oder politischen Fragen über &quot;reine&quot; Märkte oder monetäre Anreize effizient geregelt werden könnten.

Wer so etwas glaubt, ist allzu sehr von einseitigen Ideengeleitet, weg von der Realität, denn: Das hat noch nie geklappt. Fast jeder soziale Fortschritt musste erkämpft werden.

Aber gleich so ein Riesensprung, mitten ins Schlarafenland? Grundeinkommen für alle, ganz ohne Gegenleistung? Das kann überhaupt garnicht funktionieren, das wäre nicht liberal, sondern Sozialismus bzw. ein sozialistischer Wunschtraum, mit zahlreichen üblen, ja sogar verheerenden Konsequenzen!! 

Ein  Traum ohne nachhaltige Basis.

Gute Konsequenzen hätte so etwas wie ein Grundeinkommen m.E. im Fall bestimmter sozialer Not-Situationen. Also: Für bestimmte Personengruppen bloß weg mit den bürokratischen Wust! So könnte man z.B. von den massiv angewachsenen, rund 800.000 &lt;b&gt;Obdachlosen&lt;/b&gt; in Deutschland für &lt;em&gt;viele Hunderttausend&lt;/em&gt; ein menschenwürdigeres Legen ermöglichen.

Hier passt es.

Die Idee mit dem Grundeinkommen ist also nicht grundfalsch, sondern in der vorgeschlagenen Form auf eine &lt;em&gt;falsche Zielgruppe&lt;/em&gt; (nämlich: alle) gemünzt. 

Besser wäre eine Begrenzung auf Problemgruppen, also jenen, die nicht in vollem Umfang für sich selber sorgen können. 

&lt;b&gt;Und im Gegenzug: Moderate Gegenleistungen!&lt;/b&gt; Das kann so gehandhabt werden, dass am Ende alle Beteiligten etwas davon haben.

//* OT-Modus on *//

Davon ab: Hat jemand vielleicht eine &lt;em&gt;rein&lt;/em&gt; marktwirtschaftliche Idee, wie man die Obdachlosen von der Obdachlosigkeit abhält und zu einem erwünschten Verhalten motiviert? Wie man also marktwirschaftliche Anreize dafür setzt, dass die Obdachlosen Interesse entwickeln, ihren schäbigen Zustand zu überwinden?

Eigentlich ist doch schon die Existenz von nur wenigen 10.000 Obdachlosen schon ein marktwirtschaftliches Paradoxon, erst recht, wenn es um &lt;em&gt;über&lt;/em&gt; 800.000 (!) Menschen in Deutschland geht, so, als ob der Marktmechnanismus auf gesellschaftlicher Ebene in recht breiter Front gründlich versagt.

Irgendetwas stimmt da nicht. 

Sowohl mit unserer Gesellschaft, wie auch mit ökonomischen Modellen, die diese Situation vom Umfang her m.E. kaum sinnvoll erklären können. Wer arm ist, wer richtig schlimm darunter leidet, der müsste doch die allerstärksten Anreize haben, einen besseren Zustand zu erreichen? 

Müsste es nicht daher nicht von alleine zur &quot;Markträumung&quot; des Marktes für Obdachlosigkeit kommen?

//* OT-Modus off *//


(ich frag nicht allelin wegen der kommenden Kältewelle, die schon in wenigen Tagen zu Kältetoten in Deutschland führen wird, sondern vor allem, um die ökonomische Kompetenz und das marktwirtschaftliche Verständnis der hier Diskutierenden  genauer nachvollziehen zu können, vor allem aber: Vielleicht kennt jemand marktwirtschaftliche Lösung fürs Problem.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich halte ein &#8220;bedingungsloses Grundeinkommen&#8221; für <b>anreizvernichtend</b> und für eine <em>Vergießung</em> gesellschaftlicher Ressourcen nach dem Gießkannenprinzip - und zudem wird damit <em>Schwarzarbeit gefördert</em> - zu Lasten der Leistungsträger in der Gesellschaft. </p>
	<p><b>Ökonomische Rechte ohne Gegenleistung:</b> </p>
	<p>Das ist grundsätzlich heikel, und in meinen Augen - in dieser Breite auf alle Fälle - <b>markt- und wettbewerbsfeindlich</b>.</p>
	<p>Also: Klar nein!</p>
	<p>Ich wäre mehr dafür, auch aus Gründen der Anreizsituation und zur Verbesserung der gesellschaftlichen und ökonomischen Effizienz, dass fast <em>ausnahmmslos</em> alle Sozialhilfe- und ALGII-Empfänger im Umfang von 20 Stunden/Woche für soziale Dienste bzw. für Arbeiten zur Verbesserung der Infrastruktur heran gezogen würden.</p>
	<p>Anreize, Produktivität und Effektivität: Darum geht es. Ein Grundeinkommen geht in die falsche Richtung.</p>
	<p>Meine Begeisterung für marktwirtschaftliches Denken bedeutet übrigens nicht, dass alle gesellschaftlichen, sozialen und/oder politischen Fragen über &#8220;reine&#8221; Märkte oder monetäre Anreize effizient geregelt werden könnten.</p>
	<p>Wer so etwas glaubt, ist allzu sehr von einseitigen Ideengeleitet, weg von der Realität, denn: Das hat noch nie geklappt. Fast jeder soziale Fortschritt musste erkämpft werden.</p>
	<p>Aber gleich so ein Riesensprung, mitten ins Schlarafenland? Grundeinkommen für alle, ganz ohne Gegenleistung? Das kann überhaupt garnicht funktionieren, das wäre nicht liberal, sondern Sozialismus bzw. ein sozialistischer Wunschtraum, mit zahlreichen üblen, ja sogar verheerenden Konsequenzen!! </p>
	<p>Ein  Traum ohne nachhaltige Basis.</p>
	<p>Gute Konsequenzen hätte so etwas wie ein Grundeinkommen m.E. im Fall bestimmter sozialer Not-Situationen. Also: Für bestimmte Personengruppen bloß weg mit den bürokratischen Wust! So könnte man z.B. von den massiv angewachsenen, rund 800.000 <b>Obdachlosen</b> in Deutschland für <em>viele Hunderttausend</em> ein menschenwürdigeres Legen ermöglichen.</p>
	<p>Hier passt es.</p>
	<p>Die Idee mit dem Grundeinkommen ist also nicht grundfalsch, sondern in der vorgeschlagenen Form auf eine <em>falsche Zielgruppe</em> (nämlich: alle) gemünzt. </p>
	<p>Besser wäre eine Begrenzung auf Problemgruppen, also jenen, die nicht in vollem Umfang für sich selber sorgen können. </p>
	<p><b>Und im Gegenzug: Moderate Gegenleistungen!</b> Das kann so gehandhabt werden, dass am Ende alle Beteiligten etwas davon haben.</p>
	<p>//* OT-Modus on *//</p>
	<p>Davon ab: Hat jemand vielleicht eine <em>rein</em> marktwirtschaftliche Idee, wie man die Obdachlosen von der Obdachlosigkeit abhält und zu einem erwünschten Verhalten motiviert? Wie man also marktwirschaftliche Anreize dafür setzt, dass die Obdachlosen Interesse entwickeln, ihren schäbigen Zustand zu überwinden?</p>
	<p>Eigentlich ist doch schon die Existenz von nur wenigen 10.000 Obdachlosen schon ein marktwirtschaftliches Paradoxon, erst recht, wenn es um <em>über</em> 800.000 (!) Menschen in Deutschland geht, so, als ob der Marktmechnanismus auf gesellschaftlicher Ebene in recht breiter Front gründlich versagt.</p>
	<p>Irgendetwas stimmt da nicht. </p>
	<p>Sowohl mit unserer Gesellschaft, wie auch mit ökonomischen Modellen, die diese Situation vom Umfang her m.E. kaum sinnvoll erklären können. Wer arm ist, wer richtig schlimm darunter leidet, der müsste doch die allerstärksten Anreize haben, einen besseren Zustand zu erreichen? </p>
	<p>Müsste es nicht daher nicht von alleine zur &#8220;Markträumung&#8221; des Marktes für Obdachlosigkeit kommen?</p>
	<p>//* OT-Modus off *//</p>
	<p>(ich frag nicht allelin wegen der kommenden Kältewelle, die schon in wenigen Tagen zu Kältetoten in Deutschland führen wird, sondern vor allem, um die ökonomische Kompetenz und das marktwirtschaftliche Verständnis der hier Diskutierenden  genauer nachvollziehen zu können, vor allem aber: Vielleicht kennt jemand marktwirtschaftliche Lösung fürs Problem.
</p>
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		<title>by: dointime</title>
		<link>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1554</link>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2006 15:49:01 +0000</pubDate>
		<guid>http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/21/despektierliches-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/#comment-1554</guid>
					<description>Kleine Ergänzung noch zur Wertschöpfungsabgabe: Es gibt natürlich auch die Überlegung, die Sozialversicherungsbeiträge durch eine Wertschöpfungsabgabe zu ersetzen, was meiner Meinung nach wohl sinnvoller wäre als die Ersetzung der Gewerbesteuer (die Körperschaftssteuer steht ja eigentlich gar nicht zur Disposition).</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Kleine Ergänzung noch zur Wertschöpfungsabgabe: Es gibt natürlich auch die Überlegung, die Sozialversicherungsbeiträge durch eine Wertschöpfungsabgabe zu ersetzen, was meiner Meinung nach wohl sinnvoller wäre als die Ersetzung der Gewerbesteuer (die Körperschaftssteuer steht ja eigentlich gar nicht zur Disposition).
</p>
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