B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade

20.01.2006

Dialog

Abgelegt in: Linktipps

Gefunden auf “e pluribus unum“:

Ein Blog, in dem sich ein israelischer Siedler mit einem arabischen Nachbarn austauscht (in Englisch).

Wunderbarer, Mut machender Tropfen auf den heißen Stein! Warum kann daraus kein Regen werden?!

4 Meinungen »

Die URI für ein TrackBack zu diesem Artikel lautet: http://streiflicht.blogsome.com/2006/01/20/dialog/trackback/

  1. In der Tat ist Dialog wichtig. Es existiert aber nicht nur der Effekt aus mangelhaftem Dialog, es existiert der anonyme Feind. Der Gegner ohne Gesicht. Hat man konkret einen Menschen vor sich, kann man sich eventuell mit ihm verständigen, redet man über die Israelis/Juden oder auch umgekehrt über die Palästinenser/Araber, hat der Einzelne kein Gesicht mehr. Die politischen Verhältnisse - und ich sehe da vor allem die Dominanz radikalislamischer, Terror befürwortender Kräfte bei den Palästinensern - fördern die Abstraktion weg vom Einzelnen, hin zu einem Wir und Ihr. Wenn diese ungute Entwicklung an einigen Stellen durchbrochen wird, so ist das nur zu begrüßen.

    Kommentar von euroneuzeit — 20.01.2006 @ 21:28 (UTC)

  2. Ich bin in der Beziehung - bei allem Grund zur Zurückhaltung - durchaus hoffnungsfroh. Die israelische Gesellschaft ist nach der furchtbaren Erkrankung von Scharon entschlossen, seinen Weg weiter in Richtung Frieden zu gehen, sein Werk zu vollenden. Zur Überraschung von nicht wenigen hat die Arbeitspartei unter dem neuen Vorsitz jetzt neuerdings sogar die Möglichkeit eingeschlossen, auf Teile von Jerusalem zu verzichten.

    Auch bei Kadima sieht es so aus - man möchte, das ist wiederum im dortigen Wahlprogamm geschrieben, eine endgültige Grenze festlegen und mit entschlossenen Schritt in Richtung Frieden gehen. Auch hier ist man nicht weit weg von den Vorstellungen der Genfer Initiative, die sich auf israelischer Seite endlich durchgesezt hat.

    Kein übles Vorzeichen ist auch dies: Der jüngste Terror wird in Israel zunehmend als “fremd” und nicht zu den Palästinensern zugehörig angesehen, z.B. als Terror Irans bzw. der Hisbollah.

    Während also die israelische Gesellschaft Friedensreife entwickelt, ohne die Gefahren früheren Friedenstaumels, und sich daraufhin nach den Neuwahlen ein historisches Fenster öffnen wird, schaut man mit immer noch großer Sorge auf die zermürbte und disfunktionale palästinensische Geselschaft, ob es ihr gelingen wird, die schon bald gereichte Hand zum Friedensschluss zu ergreifen.

    Ich hoffe darauf.

    Kommentar von Dr. Dean — 21.01.2006 @ 1:22 (UTC)

  3. Kein übles Vorzeichen ist auch dies: Der jüngste Terror wird in Israel zunehmend als “fremd” und nicht zu den Palästinensern zugehörig angesehen, z.B. als Terror Irans bzw. der Hisbollah.

    Ich glaube kaum, dass diese Sichtweise in Israel verbreitet ist. Schließlich war der Vorwurf lediglich (und dieser ist keineswegs neu), dass die Palästinenser, die hier mal wieder dem Judenmord frönten, von den besagten Mächten angestiftet und finanziert wurden. Ob es ein Fortschritt ist, den palästinensischen Mörder nicht mehr als Organisator sondern nur noch als ausführendes Fußvolk anzusehen…?

    Während also die israelische Gesellschaft Friedensreife entwickelt,…

    Ja, die Israelis… waren bisher so kriegsgeil.
    Die Friedensreife scheint mir vor allem darin zu bestehen, dass man die Schnauze voll hat, auf einen funktionierenden palästinensischen Staat zu warten, und dass man jetzt schlicht und einfach die Grenzen hochzieht (wobei zur Not die vom palästinensischen Mob bedrohten Siedler ins Staatsgebiet zurückgeholt werden) und die Schotten dicht macht.

    Kommentar von Boche — 22.01.2006 @ 16:44 (UTC)

  4. …schaut man mit immer noch großer Sorge auf die zermürbte und disfunktionale palästinensische Geselschaft, ob es ihr gelingen wird, die schon bald gereichte Hand zum Friedensschluss zu ergreifen.

    Wenn eine explizit antisemitische Hass- und Mordorganisation wie die Hamas stärkste oder zweitstärkste Kraft im zu erwartenden Parlament wird, scheint mir die Wahrscheinlichkeit gering zu sein. Leider.

    Kommentar von Boche — 22.01.2006 @ 16:46 (UTC)

RSS-Feed für Meinungen zu diesem Beitrag.

Deine Meinung

Folgender HTML-Code ist erlaubt:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>

Deine e-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wir behalten uns vor, Beiträge zu moderieren, wenn sie Werbung, Beleidigungen
oder ähnlich Unangenehmes enthalten.
Hinweis:
Unser Spam-Filter hält manchmal auch normale Beiträge zurück. Macht euch deshalb bitte nicht die Mühe, eure Kommentare zweimal zu verfassen oder abzusenden. Wenn ein Kommentar nicht gleich erscheint, ist er nicht verloren.
Wir werden ihn dann schnellstmöglich veröffentlichen. Danke für euer Verständnis!


Get free blog up and running in minutes with Blogsome | Theme designs available here