Anstrengung
Mit der Software des eigenen Rechners auf dem neuesten Stand zu bleiben, ist extrem anstrengend. Gerade eben habe ich mir eine neue Version meiner Benutzeroberfläche und viele andere Updates aufgespielt. Über 200 Pakete. Hat einer eine Ahnung davon, wie anstrengend das ist?
Ich meine,
apt-get update && apt-get dist-upgrade
zu tippen?

Breezy? Wie ist es denn ausgegangen? Ich zögere noch.
Kommentar von Parker8 — 10.01.2006 @ 18:00 (UTC)
Kaum habe ich in einem Essay von J. Lanier gelesen, dass er Unix/Linux wegen seiner Kommandozeilenorientierung nicht mag, meldet sich Rayson. Ist dieser kryptische Einzeiler nun ein Beweis oder eine Widerlegung der Kritik ?
Kommentar von Klaus Brüssel — 10.01.2006 @ 20:14 (UTC)
Nein, nix Ubuntu,stinknormales Debian unstable. Bis jetzt keine Probleme, außer, dass der Grafikserver etwas länger zum Hochfahren braucht. Aber das hatte ich schon mal, und es ging bei einem der nächsten dist-upgrades wieder weg.
Ich muss gestehen, ich kann Lanier nicht so ganz folgen. Erst redet er von der -ixens bösen “command line” und dann plötzlich von “clicking with a pointing device” als Beispiel dafür. Was er vermisst, wird auch nicht recht klar. Windows jedenfalls stammt nicht aus Unix, und das alte MacOS auch nicht. Aber egal, ich muss nicht jedem abstrusen Gedanken folgen…
Der “kryptische Einzeiler” bringt eine Linux-Distribution (typischerweise eine Debian-basierte) wieder auf den neuesten Stand. Ungefähr so, als würde ein Befehl unter Windows sämtliche Updates aller auf dem Rechner installierten Anwendungsprogramme aus dem Netz holen und installieren. Ohne Neustart übrigens.
Kommentar von Rayson — 10.01.2006 @ 21:24 (UTC)
wie wärs mit der tab-Taste?
Kommentar von against — 11.01.2006 @ 9:48 (UTC)
Wie bitte? Bei Waldorf&Statler über Apple lästern und jetzt zugeben müssen, daß Linux so umständlich zu bedienen ist
?
Solche Aktualisierungen dürfen maximal einige Mausklicks benötigen …
Kommentar von Ralf Arnemann — 11.01.2006 @ 10:04 (UTC)
Umständlich? Bei Apple kriege ich das einmal im Jahr als neues Release für teure Euronen verkauft und muss CD-Jockey spielen.
Kommentar von Rayson — 11.01.2006 @ 16:07 (UTC)
Ich finde das sehr sympathisch. Die Kombination aus OpenSource und einer grundsätzlich liberalen Einstellung ist AFAIK nicht so häufig
Übrigens hilft auf einem ordentlich eingerichteten Rechner die TAB-Taste bei der Ergänzung der Optionen von apt-get (man muss also selbst diese paar Zeichen nicht vollständig eintippen. Aber das Update ist sowieso langweilig. Was ich viel faszinierender finde: du willst eine Programmiersprache antesten — also installierst du sie einfach. Du willst XML/XSLT ausprobieren: die einzige Grenze ist unter Linux deine Zeit und deine Lernfähigkeit …
Und für die “Klick-Fans”: prinzipiell könnte man sich das Update übrigens auch unter Linux “per Mausklick” einrichten, aber der Root arbeitet eben nun mal auf der Kommandozeile. Mausklick (als normaler Benutzer) plus Eingabe des Root-Passworts sollte aber auch funktionieren.
Kommentar von stefanolix — 11.01.2006 @ 20:45 (UTC)
… und was bevorzugen die Open Source Kommunisten ? Gnome oder KDE ?
Kommentar von Klaus Brüssel — 12.01.2006 @ 15:40 (UTC)
Was fragst du das in einem liberalen Blog?
Der Free-Software-Liberale hier jedenfalls bevorzugt KDE.
Kommentar von Rayson — 12.01.2006 @ 15:58 (UTC)
@Klaus: Ich habe diesen “Glaubenskrieg” zwischen Gnome und KDE immer albern gefunden. Normalerweise benutze ich KDE. Auf einem alten Rechner, an dem mein Scanner noch hängt, benutze ich Gnome unter Ubuntu. Wenn ich irgendwo in der Fremde bin und einen Rechner mit einem Linux von CDROM nutze, dann nehme ich, was gerade kommt. Mal ehrlich: Ich will programmieren oder Texte schreiben oder irgend eine andere Aufgabe lösen. Die Oberfläche ist eher sekundär …
Kommentar von stefanolix — 12.01.2006 @ 19:19 (UTC)