Unternehmer?
Mir egal, was die Achse des Guten eigentlich ist, so lange sie so interessante Links liefert.
Helfried Schmidt, verantwortlicher Redakteur des P.T. Magazins für Wirtschaft, Politik und Kultur, macht auf kleine Unterschiede aufmerksam.
Während die Politik lieber die Vorstände von DAX-Unternehmen hofiert, weil die im Gegensatz zu Verbandsvertretern tatsächlich Entscheidungen treffen können, selbst zahlenmäßig übersichtlich sind und dafür über ziemlich viel Macht verfügen, sitzt der eigentliche Motor der deutschen Wirtschaft woanders, nämlich im Mittelstand. Instruktiv hierzu (Zitat direkt von “Neue Nachricht“):
“Was verbindet die Großunternehmen Lufthansa, BASF, Deutsche Bank, MAN und TUI”, fragt Schmidt. Sie zählten im Jahr 2004 zusammen 357.020 Mitarbeiter. Ein Jahr zuvor seien es noch fast 20.000 mehr gewesen. Und obwohl ihre Umsätze fast unverändert blieben, seien ihre Gewinne um bis zu 140 Prozent gewachsen. Den Nachrichtensendungen in Fernsehen und Radio sowie den großen Printmedien waren das mehr als 3.000 redaktionelle Erwähnungen wert. Die Internet-Suchmaschine Google findet fast 50 Millionen deutsche Webseiten, die sich mit diesen Unternehmen beschäftigen, schreibt Schmidt. Der Mittelstand sei diesen Medien allenfalls eine Randglosse wert. An den Leistungen dieses Standes könne dies aber nicht liegen.
Der P.T.-Chefredakteur zieht die 2.992 Unternehmen heran, die in den letzten beiden Jahren deutschlandweit für die Auszeichnung mit dem “Großen Preis des Mittelstandes” nominiert wurden: “Gemeinsam beschäftigen diese 2.992 kleinen und mittleren Unternehmen 356.364 Mitarbeiter, nur unwesentlich weniger als die oben genannten fünf Großunternehmen. Im Gegensatz zu diesen haben sie aber allein im letzten Jahr 24.839 neue Arbeitsplätze geschaffen. Sie verzeichnen ein Fünf-Jahres-Wachstum von 31 Prozent bei Arbeitsplätzen, 37 Prozent bei Ausbildungsplätzen und 42 Prozent beim Umsatz.”
Wer Galbraith gelesen hat, wundert sich nicht.

Allerdings schießt dieser Ansgar Lange (www.neuenachricht.de) doch etwas über das Ziel hinaus: Leider unterscheiden einige Politiker nicht mit der nötigen Sorgfalt zwischen der unternehmerischen Verantwortung von Mittelständlern und der Hire-and-fire-Mentalität einiger Konzerne.
Kommentar von Klaus Brüssel — 26.11.2005 @ 21:40 (UTC)
Was meinst du konkret?
Kommentar von Rayson — 26.11.2005 @ 21:42 (UTC)
@ Rayson
Nun, Konzerne haben keine Sonderkonditionen beim Kündigungsschutz, oder ?
Der im Artikel angestellte Vergleich zwischen Konzernen und Mittelständlern ist ja eine Hochrechnung. Da liegt doch der Hund begraben: zig-tausend dissonante Stimmen, geringere Transparenz … Gerd Schröder hat ja auch nicht erst in den SPD-Ortsvereinen nachgefragt ob er Neuwahlen herbeiführen soll. Und die CDU wollte mit v. Pierer Wahlkampf machen. Alles unter dem Niveau von Siemens oder VW wäre ein Zumutung. Da passt durchaus ins Bild wie unsere Politiker auf den möglichen Umzug der Bahn AG reagieren.
Kommentar von Klaus Brüssel — 26.11.2005 @ 22:54 (UTC)
Sonderkonditionen beim Kündigungsschutz haben auch viele Mittelständler nicht. Und wenn, dann nutzen sie sie offensichtlich nicht arbeitsplatzvernichtend.
Das ist keine Hochrechnung, sondern eine Zusammenfassung, Die “zig-tausend dissonanten Stimmen” haben sich individuell zu Maßnahmen entschlossen, die die zitierten Ergebnisse brachten. So what?
Deine Kritik der Kungelei der Politik mit großen Namen der DAX-Konzerne teile ich voll und ganz.
Kommentar von Rayson — 26.11.2005 @ 23:02 (UTC)
Also ich meinte, dass die zitierte Ergebnis dieser 2992 Mittelständler eine Hochrechnung ist.
Kommentar von Klaus Brüssel — 26.11.2005 @ 23:33 (UTC)
s/die/das/
*haarerauf*
Kommentar von Klaus Brüssel — 26.11.2005 @ 23:37 (UTC)
Ich sehe da keine Hochrechnung, sondern eine Erfassung von Daten.
Kommentar von Rayson — 27.11.2005 @ 13:16 (UTC)
Ich habe das letzte Wort
Kommentar von Klaus Brüssel — 27.11.2005 @ 15:48 (UTC)
Es sei dir gegönnt
Kommentar von Rayson — 27.11.2005 @ 18:07 (UTC)