22.11.2005
Ich würde mich wiederholen, aber die FTD in Form von Wolfgang Münchau spricht es jetzt auch mal aus: Die SPD braucht dringend eine Programmdebatte. Für Wahlen mag Symbolik ausreichen, und zur Beruhigung ein netter Pragmatiker an der Spitze. Doch wird das die Partei auf Dauer nicht retten.
von: Rayson
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Alles was dort gesagt wird, ist richtig.
Ich bin allerdings nicht sicher, ob meine Union sich in einer auch nur um einen Deut besseren Situation befindet. Aus den „Kanzlerinnen-Bonus“ würde ich jedenfalls nicht zu voreilig spekulieren.
Ich zweifle derzeit, ob sich ohne weiteres wieder eine bürgerliche Mehrheit in diesem Land erzielen lässt. Aber vielleicht sehe ich zu rot…
Kommentar von Björn Gießler — 23.11.2005 @ 12:02 (UTC)
Nein, der Union geht es nicht besser. Aber das wurde dort eigentlich noch nie als besonderes Problem empfunden. Die Union hat eine Geschichte als “Kanzlerwahlverein” und “SPD-Verhinderer”, konnte so etwas wie programmatische Schärfe aber nur mal in den 70er Oppositionsjahren mit Geißlers “Neuer Sozialer Frage” gewinnen.
Kommentar von Rayson — 23.11.2005 @ 16:39 (UTC)
Die einzige im Bundestag vertretene Partei, die m.E. keine Programmdebatte braucht, ist die FDP.
Und Münchau beweist wieder einmal, dass er keine Ahnung von der SPD hat. Gelegentliche Kontakte zu “Spitzengenossen”, die sich nochnichtmal namentlich zitieren lassen wollen, reichen nicht aus.
Dass Ende der Volksparteien wird nun auch schon seit drei Jahrzehnten angekündigt. Wenn es wirklich so kommt, wäre das allerdings nur konsequent. Die Frage ist nur, warum es immer noch Volksparteien gibt. Ob die SPD überhaupt noch dazu gehört (angesichts der ihrer Wahlergebnisse z.B. in Sachsen und Bayern), lässt sich zudem bezweifeln - und zwar nicht erst seit der letzten Bundestagswahl.
Kommentar von Marian Wirth — 24.11.2005 @ 7:27 (UTC)