Antwort von Trittins Ministerium II
Die sind zumindest fix im Antworten, chapeau!
Sehr geehrter Herr …,
Frau Rieke hat mich gebeten, Ihre Fragen zur Handelspolitik der EU zu beantworten.
Voraussetzung für einen Erfolg der laufenden Welthandelsrunde ist eine substantielle Verbesserung der Teilhabe der Entwicklungsländer am Welthandel.
Allerdings wird diese nur zu erreichen sein, wenn alle WTO-Mitglieder einen ausgewogenen Kompromiss finden.
In den Verhandlungen wird nicht über den Abbau der tatsächlich gezahlten Subventionen verhandelt, sondern über einen Abbau der maximal zulässigen Subventionen. Deshalb hat die EU bereits vor Abschluss der WTO-Verhandlungen ihre handelsverzerrenden Subventionen durch die letzte Agrarreform bereits erheblich reduziert.
Es ist nicht zutreffend, dass alle Subventionen gleichermaßen “armutsfördernd” wirken. Z.B. hat die EU-Agrarreform mit einer weitgehenden Entkoppelung der Prämien in Deutschland den
Produktionsanreiz erheblich verringert.
Die Ausnahmen von der EBA-Initiative sind befristet. Die Zollsätze werden für die ärmsten
Länder bei Reis und Zucker ab 2006 jährlich herabgesetzt und ab 2009 vollständig ausgesetzt.
Für Bananen werden die Zollsätze ab 2006 ausgesetzt.
Freundliche Grüße,
im Auftrag
Sebastian KeyserlingkSebastian Keyserlingk
Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung
und Landwirtschaft
Referat E3 (internationale Handelsangelegenheiten)
Tel +49(0)30-2006-3372
Fax +49(0)1888-10-529-3372

Leider war unser Spam-Tool mal wieder gnadenloser als wir und hat diesen Beitrag verschluckt:
Autor: Jorg
Web-Adresse: http://atlanticreview.org
Tolle Aktion. Bin auf die Antwort gespannt. Die EU Agrarpolitik ist eine Schande. Die USA sind auch nicht gerade toll, aber sie zahlen weniger Agrarsubventionen und sie sind zu staerkeren Kuerzungen bereit als die EU:
hier der fünfte Eintrag…
(Leider mag unser Spam-Tool den Link irgendwie nicht, sorry!)
Kommentar von Boche — 8.11.2005 @ 16:00 (UTC)
Naja, ich bin da eher unschlüssig.
Soll wirklich die gesamte Welt reelle Preise für Nahrungsmittel aus Afrika zahlen? Das würde in mehreren Fällen bedeuteten: Zucker für Waffen & Munition…..
Kommentar von Jemand — 8.11.2005 @ 16:59 (UTC)
Hallo “Jemand”!
Faehrst Du Auto? Ist Dein Auto Solar getrieben? Falls nicht, moechte ich Dich darauf hinweisen, dass Du an der Zapfsäule auch Waffen und Munition und Terrorpropaganda finanzierst. Saudi Arabien ist eines von vielen Ländern, die ihre Oeleinnahmen fuer gar nicht koschere Sachen ausgeben:
atlanticreview.org/archives/153-guide.html
Kommentar von Atlantic — 8.11.2005 @ 20:47 (UTC)
Gerade liefen im Deutschlandfunk zwei interessante Beiträge (zusammen ca. 8 Minuten) zum Thema:
Zitat aus dem zuletzt genannten Beitrag:
Kommentar von Marian Wirth — 10.11.2005 @ 11:14 (UTC)
Hm. Irgendwie ist der Link zu dem anderen Beitrag verloren gegangen. Dabei handelte es sich um: “USA kündigen Kürzung von Agrarsubventionen an - was steckt dahinter?” Link: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2005/11/10/dlf_200511101145.mp3.
Und das Zitat aus dem Beitrag über deutsche Bauern in Estland lautet:
“Wir sind hier kein Bauernhof. Wir haben hier einen Betrieb, der Geld abschmeissen soll!”
Von der Gründung im Herbst 1998 bis zum EU-Beitritt Estlands hat das auch ganz gut geklappt…
Kommentar von Marian Wirth — 10.11.2005 @ 21:51 (UTC)
Eigentlich sollte der Moderationsfilter nicht so schnell anschlagen, aber jetzt habe ich mal die Anzahl der möglichen Links etwas deutlicher nach oben gesetzt, so dass man schon ein paar posten können sollte.
Kommentar von Rayson — 11.11.2005 @ 17:39 (UTC)