Erdfrucht, Butter, Salz
Gestern habe ich die ersten selbstgeernteten Kartoffeln des Jahres gegessen. Red Duke of York - eine außen in wunderschönem Rot glänzende Kartoffel.
Der Geschmack war berauschend! Wohl auch, weil dies Erlebnis aus mehreren sinnlichen Puzzleteilen bestand:
Der Ernte - mit dem Vergnügen des Schatzsuchers, dessen Hände in feucht-warmer, duftender Erde nach Verborgenem tasten.
Dem Anblick des kleinen Bergs an geernteten Kartoffeln im Korb - Belohnung für den Schweiß und die Mühe der letzten Monate.
Und auf dem Teller dann das Aufbrechen der heißen, dampfenden Erdfrucht, dessen leicht bröckliges, hellgelbes Fleisch die Butter zum Schmelzen bringt und dann aufsaugt. Einige Körnchen Meersalz darüber - und der Genuss ist perfekt!

Muss kommerzielle Werbung nicht extra gekennzeichnet werden?
Kommentar von Rayson — 25.07.2005 @ 14:44 (UTC)
Ich dachte, Schleichwerbung wäre heutzutage modern?
*g*
Kommentar von Boche — 25.07.2005 @ 15:05 (UTC)
Ich kann mir das in jedem Fall sehr, sehr gut vorstellen …
Kommentar von _Corny — 26.07.2005 @ 19:30 (UTC)
Kartoffelernte ? Ich habs immer gehasst.
Was für eine elende Plackerei. Aber eigentlich sollte jeder mal die Erfahrung machen einen Kartoffelacker in Handarbeit abzuernten, die Kartoffeln zumindest grob zu putzen und in den Keller zu schleppen.
Würde so manche Träumerei von den Kleinbauern in der dritten Welt die von Agrarindustrie und Genmafia bedroht werden gerade rücken, und den Wert von Kartoffeln die man einfach so im Aldi (oder im Reformhaus) kaufen kann wieder ins Bewustsein bringen.
Kommentar von Alrik — 27.07.2005 @ 18:19 (UTC)